Die Wasserstoffmobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung – sei es im Schwerlastverkehr, bei Bussen oder in der Industrie. Mit dem wachsenden Einsatz von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen steigt auch der Bedarf an einer zuverlässigen und skalierbaren Infrastruktur zur Wasserstoffbetankung. Daher lautet eine zentrale Frage für Betreiber von Wasserstofftankstellen: Woher kommt mein Wasserstoff?
Grundsätzlich gibt es zwei etablierte Wege:
Obwohl sich beide Methoden in Funktion, Nutzen und Herausforderungen unterscheiden, verbindet sie ein zentrales Element: der Kompressor.
Beim Traileransatz wird der Wasserstoff in Druckgasbehältern angeliefert. Diese Trailer können Wasserstoff mit Drücken zwischen 15 bar und 500 bar bereitstellen. Die Lagerung des Wasserstoffs erfolgt - je nach Größe der Tankstelle - in Mitteldruckspeichern oder direkt im Trailer, bevor der Wasserstoff für die Betankung weiter verdichtet wird.
Vorteile:
Nachteile:
Die Elektrolyse erzeugt Wasserstoff direkt vor Ort durch die Spaltung von Wasser mittels Strom – idealerweise aus erneuerbaren Quellen. Der erzeugte Wasserstoff liegt typischerweise bei einem Druck von etwa 30 bar vor.
Vorteile:
Nachteile:
Der H2Y Hydrogen Hydraulic Booster ist speziell für beide Ansätze konzipiert und bietet:
Technische Highlights:
Die Versorgung mit Wasserstoff über Trailer ist besonders sinnvoll, wenn regelmäßig große Mengen benötigt werden, z. B. bei stark frequentierten Tankstellen (wie z. B. Bushöfe oder Logistik-Hubs) oder in Verbindung mit industriellen Anwendungen mit hohem Verbrauch. Voraussetzung ist eine bestehende Infrastruktur für die Trailerlogistik, also geeignete Zufahrtswege, Entladeeinrichtungen und Sicherheitsvorkehrungen. Ein weiterer Vorteil: Die Trailer-Versorgung ist unabhängig von lokalen Stromquellen und damit besonders attraktiv für Standorte, an denen erneuerbare Energien nicht zuverlässig verfügbar sind oder die Netzkapazität begrenzt ist.
Die lokale Wasserstoffproduktion durch Elektrolyse bietet sich vor allem dann an, wenn Nachhaltigkeit im Fokus steht, z. B. bei Projekten mit dem Ziel einer CO₂-freien Mobilität. Voraussetzung ist die Verfügbarkeit von lokalen Energiequellen, idealerweise aus Sonne oder Wind. Elektrolyseanlagen ermöglichen eine hohe Flexibilität und Unabhängigkeit von externen Lieferketten. Betreiber können ihre Produktion an den tatsächlichen Bedarf anpassen und sind nicht auf regelmäßige Trailerlieferungen angewiesen. Besonders in Kombination mit intelligenten Kompressorsystemen wie dem H2Y lässt sich die schwankende Produktionsrate effizient ausgleichen.
Beim Trailerbetrieb:
Da die Eingangsdrucke beim Trailerbetrieb unterschiedlich ausfallen können, ist ein Stufen-Bypass-System erforderlich. Dieses System sorgt dafür, dass bei hohen Eingangsdrucken einzelne Verdichtungsstufen übersprungen werden. So wird eine effiziente und sichere Verdichtung unabhängig vom jeweiligen Eingangsdruck gewährleistet.
Bei Elektrolyseanlagen:
Die Produktionsrate variiert in Abhängigkeit vom verfügbaren Stromangebot. Um auf diese Schwankungen flexibel reagieren zu können, ist es notwendig, dass der Kompressor entsprechend anpassungsfähig arbeitet. Eine regelbare Hydraulikpumpe ist von zentraler Bedeutung, da sie eine bedarfsgerechte Steuerung und Anpassung des Kompressorbetriebs ermöglicht.
Ob Trailer oder Elektrolyse – beide Versorgungswege haben ihre Berechtigung und können je nach Anwendung sinnvoll kombiniert werden. Die Kompressortechnik ist dabei der Schlüssel zur Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit.