Wussten Sie, dass Brauereien traditionell CO₂ als zentrales Gas für zahlreiche Brauprozesse einsetzen?
Von der Tankspülung über die Abfüllung bis hin zur Inertisierung war Kohlendioxid lange Zeit das Gas der Wahl in Brauereien.
Doch die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit verändern sich. Stickstoff ist ein Inertgas, das sich in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie als etablierte Alternative zu CO₂ für bestimmte Anwendungen bewährt hat.
Dabei geht es nicht darum, CO₂ vollständig aus Brauprozessen zu ersetzen – etwa dort, wo es produktionstechnisch unverzichtbar ist. Vielmehr kann Stickstoff überall dort eingesetzt werden, wo Inertisierung, Spülung oder Oxidationsschutz erforderlich sind. So lassen sich Kosten senken und indirekte Treibhausgasemissionen aus der CO₂‑Bereitstellung reduzieren.
Unabhängig von der Betriebsgröße kann sich die Erzeugung von Stickstoff direkt vor Ort lohnen. Moderne Stickstoffgeneratoren lassen sich zudem bedarfsgerecht auslegen und an zukünftiges Wachstum anpassen, wodurch langfristige Versorgungssicherheit gewährleistet wird.
Ganz gleich, ob es sich um eine kleine oder große Brauerei handelt, die Nutzung von vor Ort erzeugtem Stickstoff kann in vielen Fällen wirtschaftliche und organisatorische Vorteile bieten. Ob einige tausend oder mehrere hunderttausend Liter Bier pro Jahr gebraut werden: Es gibt Stickstoffgeneratoren für kleine, mittlere und große Brauereien.
Durch eine skalierbare Auslegung kann ein Stickstoffgenerator bereits heute auf eine spätere Erhöhung des Produktionsvolumens vorbereitet werden. So lassen sich zukünftige Produktionsengpässe vermeiden.
Vielseitigkeit von Stickstoff
Stickstoff ist in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ein etabliertes Inertgas und wird häufig als Alternative zu CO₂ eingesetzt. Er eignet sich insbesondere zur Inertisierung von Verpackungen und kommt unter anderem bei der Flaschen- und Dosenabfüllung zum Einsatz.
Beim Spülen von Tanks verdrängt Stickstoff Sauerstoff aus dem Behälterinneren und trägt so dazu bei, Oxidation sowie mögliche Verunreinigungen zu verhindern. Darüber hinaus wird N₂ zur Reinigung von Anlagen, zur Inertisierung sowie beim Abfüllen von Flaschen und Dosen verwendet.
Reduzierung des CO₂‑Fußabdrucks
Wenn ein Teil des bislang eingesetzten CO₂ durch Stickstoff ersetzt wird, kann sich der CO₂-Fußabdruck einer Brauerei verringern. Der eingesetzte Stickstoff wird nach dem Prozess wieder an die Umgebung abgegeben und kehrt in die Atmosphäre zurück, aus der er ursprünglich gewonnen wurde. Dadurch entstehen keine zusätzlichen Treibhausgasemissionen durch das Prozessgas selbst.
Je nach Betriebsgröße und Einsatzbereich lassen sich so relevante Einsparungen erzielen. Beispielhaft kann eine Brauerei mit einer Jahresproduktion von rund 10.000 Fässern, die etwa zwei Drittel ihres bisherigen CO₂-Bedarfs substituiert, ihre Treibhausgasemissionen im zweistelligen Tonnenbereich pro Jahr reduzieren.
Wirtschaftlichkeit
Vereinfacht gesagt: Vor Ort erzeugter Stickstoff ist in der Regel deutlich kostengünstiger als zugekauftes CO₂.
Brauereien zahlen bei der eigenen Stickstofferzeugung typischerweise erheblich weniger pro Kubikmeter Gas als für CO₂ aus Gasflaschen oder Tanks. Insbesondere Transport-, Logistik- und Mietkosten tragen dazu bei, dass CO₂, abhängig von Entfernung und Versorgungskonzept, deutlich teurer ausfallen kann.
Durch die Umstellung auf eine Stickstofferzeugung direkt vor Ort können Brauereien ihre Prozesse wirtschaftlicher gestalten, ihren indirekten CO₂-Ausstoß reduzieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöhen.
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